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Die optimale Verbindung: Elsevier und UID gestalten "Reaxys"

Der Hintergrund

Elsevier produziert und vertreibt Faktendatenbanken im Bereich der chemischen Information. Cross Fire Beilstein, CrossFire Gmelin und Patent Chemistry Database umfassen die chemische Literatur seit dem Jahr 1771. Sie enthalten mehrere Millionen Verbindungen mit ihren zugehörigen physiko-chemischen Daten, sowie fast doppelt so viele chemische Reaktionen und Synthesen. Die Datenbanken sind Standardtools vieler Chemiker und Recherche-Spezialisten in Wissenschaft und Industrie.

Die Ausgangslage

Elsevier plante eine grundlegende Neukonzeption und ein Redesign des Interfaces seiner Datenbanken. Entstehen sollte Reaxys – ein völlig neues Werkzeug zur Lösung unterschiedlichster Probleme in der wissenschaftlichen Forschung, das sich barrierefrei in den Arbeitsablauf eines Chemikers integriert. Dabei sollten bestehende Funktionalitäten vollständig erhalten bleiben.

Die Ziele

Bei der Neukonzeption waren folgende Punkte besonders wichtig:

  • Ein spezielles Tool, der Syntheseplaner, sollte den Nutzer bei der Generierung und Planung von Syntheseideen bestens unterstützen.
  • Die Suchfunktion sollte dem Nutzer komplexe Suchanfragen ermöglichen, aber trotzdem einfach und verständlich sein.
  • Eine übersichtliche und gut strukturierte Ergebnisübersicht sollte den Zugang zu den relevanten Suchergebnissen mittels umfangreicher Funktionalitäten wie Clustern, Sortieren und Filtern erleichtern.
  • Das Design sollte schlicht und klar sein und helfen, die große Menge an Daten optimal darzustellen.

Die Vorgehensweise

Durch einen Expertenreview machten sich die Experten der User Interface Design GmbH (UID) mit der bestehenden Software des Crossfire Beilstein vertraut und deckten Stärken und Schwächen auf. In einem Gestaltungsworkshop entwickelte UID gemeinsam mit Mitarbeitern von Elsevier Ideen für ein neues Bedienkonzept, welches von UID in Form von Wireframes visualisiert wurde.
Diese Wireframes bildeten die Grundlage für die nachfolgende Anforderungsanalyse mit Entwicklungspartnern von Elsevier. Die Konzepte wurden in insgesamt 23 Interviews mit Vertretern von Universitäten und der Chemischen Industrie in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz und Österreich diskutiert und weiterentwickelt. Anschließend integrierte UID die Ergebnisse der Interviews in das Konzept und entwickelte weitere Bereiche der Bedienoberfläche.
Entsprechend des Corporate Designs von Elsevier entwickelten die UID-Designer das Look and Feel der neuen Oberfläche. Sie hielten alle Richtlinien für die grafische Gestaltung in einem Styleguide fest.

Das Ergebnis

Reaxys hat eine Bedienoberfläche, die sich stark am Arbeitsablauf von Chemikern orientiert. Eine optimale Ergebnisdarstellung und vielseitige Möglichkeiten zur Reduzierung der Ergebnismenge unterstützen den Nutzer. Die Orientierung und Navigation zwischen den verschiedenen Ergebnislisten wurde entscheidend verbessert. Das klare und dezente Design stellt eine großen Menge an Daten übersichtlich dar. Mit einem völlig neuartigem Tool, dem Synthesplaner, entwerfen Chemiker optimale Synthesewege und generieren neue Syntheseideen.


Projektreferenz aus dem Jahr 2008

Weitere Informationen

Die neue Weboberfläche "Reaxys"
Die neue Weboberfläche "Reaxys"
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Der Syntheseplaner - ein völlig neuartiges Tool
Der Syntheseplaner - ein völlig neuartiges Tool

Die Suchergebnisse sind übersichtlich dargestellt.
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Eine grafische Breadcrumb-Navigation erleichtert die Suche.
Eine grafische Breadcrumb-Navigation erleichtert die Suche.



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